Auswahl des Dämmstoffs

Polystyrol oder Mineralwolle?

Die Wärmeleitzahl beider Werkstoffe ist ähnlich. Bei gleicher MAterialstärke der Wärmedämmplatten ist die energetische Ersparnis ähnlich. Welches System soll man nun wählen? Beide Lösungen haben ihre besonderen Vorteile. Beide Lösungen sind für neue Gebäude und auch bei Altbausanierungen verwendbar. Trotzdem bestehen zwischen Polystyrol und Mineralwolle Unterschiede, die bei der Entscheidung für dieses oder jenes System ausschlaggebend sein können.

Polystyrol

Pěnový polystyren

Polystyrol ist durch ein sehr niedriges Wasseraufnahmevermögen gekennzeichnet und verliert darum seine Wärmedämmeigenschaften nicht. Polysyrol ist sehr leicht und hat gute mechanische Eigenschaften (Zugfestigkeit ca. 80 kPa und Druckfestigkeit ca. 130 kPa). Die Wasserdampfdurchgangszahl ist niedrig: ca. 12×10–6 g/(mhPa), was die Ausdiffundierung von Feuchtigkeit reduziert. Polystyrol wird durch Temperaturen von mehr als +80 °C und durch die meisten organischen Lösungsmittel beschädigt. Beim Wärmedämm-Verbundsystem kann Polystyrol verwendet werden, das den Anforderungen EN 13163:2004 für CS(10)70 oder CS(10)100 entspricht. Bitte beachten sie die Angaben des Herstellers, zur Größenstabilität der Platten. Die Plattengrößen betragen 100×50 cm.

Mineralwolle

Minerální vlna

Mineralwolle ist hochtemperaturbeständig (die Natursteinfasern beginnen erst nach zwei Stunden bei Temperaturen von mehr als 1.000° C zu schmelzen). Die Mineralwolle wird als nichtbrennbarer Werkstoff klassifiziert und ist gegenüber den meisten Chemikalien beständig. Die Wasserdampfdurchgangszahl ist sehr groß: ca. 480×10–6 g/(mhPa) und ist somit atmungsaktiv. Enthaltene Hydrophobstoffe begrenzen die Wasserhubfähigkeit und die Absorption von Luftfeuchtigkeit. Die Mineralwollplatten sind sehr schwer, biegsam und wenig widerstandsfähig. Die durch 10 % Verformung des Dämmstoffes verursachte Belastung beträgt ca. 40 kPa. Die Faserstruktur der Platten sorgt auch für eine gute akustische Isolierung der Wände.

Für WDVS ist Mineralwolle zu verwenden, die den Anforderungen der Norm EN 13162:2004 für CS(10)40 entspricht (die durch 10 % Verformung der Mineralwolle verursachte Belastung beträgt min. 40 kPa). Grundsätzlich werden zwei Arten der Mineralwolle verwendet. Es handelt sich um eine Mineralwolle mit längs zueinander stehenden Fasern (Dichte von 120 bis 160 kg/m³, Bruchfestigkeit quer zur Plattenfläche > 10 kPa); Platten mit Abmessungen von 50×100 cm, oder Platten mit rechtwinklig aufeinander stehenden Fasern (Dichte von 80 bis 120 kg/m³). Wegen ihrer Form (die normalen Abmessungen betragen 20×120 cm) nennt man diese Platten auch Lamellenplatten.



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Tipps & Tricks

In dieser Rubrik finden Sie nützliche Anregungen und Anleitungen rund um unsere WDVS.